Mehrfamilienhäuser mit Mietwohnungen


Neuüberbauung in Rapperswil-Jona

Auftraggeber
Gebäudeversicherung des Kantons St.Gallen (GVA)
Ort
Rapperswil-Jona
Architektur
Arbeitsgemeinschaft: Pedrocchi Architekten BSA - Föllmi + Sieber Architekten
Jahr
2017

Die heutige Siedlung auf dem Areal Oberseestrasse/Mürtschenstrasse wurde in den 1940er Jahren konzipiert und genügt den heutigen Anforderungen nicht mehr. Die Eigentümerin beabsichtigt nun die bestehenden Mehrfamilienhäuser durch eine zukunftsgerichtete, energetisch hochwertige und wirtschaftliche Wohnüberbauung zu ersetzen. Es sollen Mietwohnungen für alle Altersgruppen und Lebensformen (Junge, Ältere und Singles, Paare, Familien) entstehen. Ausserhalb des dicht bebauten Altstadtgebietes sind offene Bebauungsstrukturen charakteristisch für die städtebauliche Körnung der Ortschaft Rapperswil-Jona. Der Planungsperimeter liegt südöstlich des historischen Stadtteils, entlang der Oberseestrasse, und ist von zweigeschossigen Einfamilienhäusern sowie von bis zu fünfgeschossigen, frei stehenden Mehrfamilienhäusern umgeben. Die städtebauliche Typologie der Neuüberbauung fügt sich mit der durchlässigen Anordnung von Gebäudevolumen in das vorhandene Bebauungsmuster ein. In allen drei zu berücksichtigenden Etappierungsphasen wird mit dem Projektvorschlag eine zeitgemässe Überbauung mit hochwertigen Aussenräumen angeboten. Die Formgebung der Wohnhäuser basiert auf der Aneinanderreihung von polygonalen Sechsecken. Aufgrund des entsprechend leicht abgeknickten Fassadenverlaufes sowie der moderaten Gebäudehöhen vermitteln die neuen Volumen zwischen den unterschiedlichen Massstäben der umliegenden Mehrfamilien- und Einfamilienhausstrukturen. In der Haupt- sowie in der Erweiterungsetappe werden viergeschossige Gebäude realisiert. Im Zuge einer möglichen Nachverdichtung wird die Siedlung in den Parzellenecken an der Nordost- und Südwestecke mit zwei fünfgeschossigen Gebäudemodulen ergänzt. Gebäude- und Lärmemissionsabstände werden auch mit der erhöhten Ausnützung in jeder Etappe eingehalten. Die Überbauung wurde auf der Basis von zwei Gebäudemodulen entwickelt. Beiden Modulen liegt in deren Formgebung ein polygonales Sechseck zugrunde. Sie funktionieren als aneinandergereihtes Ensemble oder auch als eine frei stehende Einheit. Diese Flexibilität trägt massgeblich dazu bei, dass in allen drei Realisierungsphasen die städtebaulichen und aussenräumlichen Qualitäten adäquat bleiben. Gallerie

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